KW 33: Machtübernahme der Taliban – Die Angst der Frauen, Gleichstellung am Arbeitsmarkt verläuft im Schneckentempo, Jede vierte Frau bekommt beim Elterngeld nur den Mindestsatz

Machtübernahme der Taliban – Die Angst der Frauen: Seit der Übernahme Kabuls geben sich die Taliban in Afghanistan gemäßigt. Beobachter warnen jedoch, dass sich dies ändern könne, sobald sich die internationale Aufmerksamkeit vom Land abwendet – dann könnten die Islamisten ihre reaktionären Vorstellungen von einer muslimischen Gesellschaft radikal durchsetzen. Vor allem für die Frauen des Landes könnte sich die Situation schnell verschlechtern.  Mohammed Naeem, Polit-Sprecher der Taliban, erklärte jetzt, dass sie die Rechte von Frauen und Minderheiten achten würden, aber nur, wenn sie der Scharia entsprächen. Von 1996 bis 2001 kontrollierte der Taliban Afghanistan schon einmal weitgehend. Unter dieser Herrschaft durften Frauen nicht ohne Burka das Haus verlassen und nur in männlicher Begleitung auf die Straße. Mädchen durften zudem nicht zur Schule gehen. Für Verstöße gegen die Anordnungen drohen drakonische Strafen. So wurden Frauen in den 1990er Jahren eingesperrt, gefoltert und sogar getötet. Auspeitschungen  und Exekutionen fanden oftmals öffentlich statt. Frauenrechtlerinnen fürchten, dass sich dies nun wiederholen könne.
welt.de, dw.com

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Gleichstellung am Arbeitsmarkt verläuft im Schneckentempo: Am 26. August ist in Deutschland Gleichstellungstag. Dennoch ist die Situation am Arbeitsmarkt für Männer und Frauen nicht identisch – auch wenn es Fortschritte gibt. Dies hat eine Studie des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung ergeben. Die Lücke in der Arbeitsbeteiligung zwischen Männern und Frauen habe sich demnach seit 1999 etwa halbiert. Während damals im Durchschnitt nur knapp 68 Prozent der Frauen bezahlt gearbeitet haben, waren es 2020 fast 81 Prozent. Die Quote wuchs bei den Männern im selben Zeitraum von 83 auf 88 Prozent. Jedoch zeigen sich auch Unterschiede zwischen Ost und West. So arbeiten heute 82,5 Prozent der Ostdeutschen Frauen bezahlt – zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung waren es 85 Prozent. In Westdeutschland hat sich die Quote seitdem von 58 auf 78,5 erhöht. Aber auch die Arbeitszeit unterscheidet sich zwischen den Geschlechtern. Während deutsche Männer im vergangenen Jahr im Schnitt auf 39,4 Wochenarbeitsstunden kommen, sind es bei den Frauen lediglich 32,7 Stunden. Als Ursache wird ein sich nur langsam veränderndes Rollenbild der Geschlechter und ein unzureichend ausgebautes Angebot zur Kinderbetreuung angesehen, was auch die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland widerspiegelt.
rnd.de

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Jede vierte Frau bekommt beim Elterngeld nur den Mindestsatz: Aus einer Kleinen Anfrage der Linksfraktion im Bundestag geht hervor, dass mehr als ein Viertel aller Mütter, die Elterngeld beziehen, nur den Mindestbetrag von 300 Euro im Monat erhält. Besonders hoch ist der Anteil in Bremen, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen. Bei den leistungsberechtigten Vätern erhalten nur rund 9 Prozent den Mindestbetrag. Als elterngeldberechtigt werden Beschäftigte und Selbstständige angesehen, die ihr Kind selbst betreuen und höchstens 30 Stunden in der Woche arbeiten. Den Eltern stehen gemeinsam vierzehn Monate zu, die sie untereinander aufteilen können. Auf einen Elternteil entfallen dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate.
rnd.de

  • Frauenanteil: 40 Prozent der deutschen Familienbetriebe haben keine Frau im Aufsichtsrat derstandard.de
  • Soziale Medien: Zum Islam konvertierte Frauen präsentieren sich auf Instagram deutschlandfunk.de
  • Job, Kindergarten, Bundestag: „Wie sexistisch ist Deutschland? – Frauenbild, Klischee und #metoo” in ZDF-Mediathek abrufbar rnd.de
  • Dokumentarfilm zum Kampf von Frauen um politische Teilhabe: Kanzlerin Merkel besucht Filmpremiere von „Die Unbeugsamen“ zeit.de
  • Banken: Lediglich sechs Prozent der Sparkassenchefs sind weiblich sueddeutsche.de

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Ihre Botschaft gut hörbar: Podcasts führen Ihren Siegeszug fort und bieten für Unternehmen, Medienhäuser und Privatpersonen eine neue Bandbreite an Möglichkeiten Menschen zu erreichen. In unserem Podcast-Studio in Berlin-Mitte können Sie Ihre eigenen Audio-Formate aufzeichnen. Gerne unterstützen wir Sie von der Konzeption bis zur Postproduktion und dem Vertrieb.
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Anne Wizorek wurde am 5. Mai 1981 geboren und wuchs als Tochter einer Maschinenbauingenieurin in Rüdersdorf bei Berlin auf. An der Freien Universität Berlin studierte sie Neuere Deutsche Literatur und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, an der Humboldt-Universität zu Berlin Skandinavistik. Das Studium schloss sie nicht ab. Unter dem Account @marthadear ist sie seit 2008 auf Twitter aktiv und leitete von 2013 bis 2018 gemeinsam mit Juliane Leopold das Blog kleinerdrei. Gemeinsam mit anderen Feministinnen verwendete sie in der Nacht vom 24. auf den 25. Januar 2013 das Hashtag #aufschrei, unter welchem Erfahrungen mit Sexismus und sexueller Gewalt gegen Frauen gesammelt und sichtbar gemacht werden soll. Nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht 2015/16 verwendete sie den neuen Hashtag #Ausnahmslos gegen Sexismus und Rassismus. Wizorek war von 2015 bis 2017 Mitglied Sachverständigenkommission für den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. 2015 war sie Botschafterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Themenjahr gegen Geschlechterdiskriminierung.
wikipedia.org

Fotoquelle: papergirl-berlin.de

In den 263 größten öffentlichen Unternehmen sind im Schnitt
22 Prozent

der Führungspositionen mit Frauen besetzt – so viele wie bereits im Jahr zuvor.
faz.net

New York bekommt mit Kathy Hochul erste Frau an Spitze: Nachdem New Yorks Gouverneuur Andrew Cuomo wegen Belästigungsvorwürfen zurückgetreten ist, soll mit seiner Stellvertreterin Kathy Hochul erstmals eine Frau das Amt übernehmen. Von ihrem Chef distanziert sie sich deutlich und kündigt Veränderungen an. In ihrer ersten Pressekonferenz als designierte Gouverneurin sagte die 62-jährige Politikerin „Ich denke, es ist sehr klar, dass der Gouverneur und ich uns nicht sehr nahe standen“. Zudem will sie sich im kommenden Jahr für eine komplette Amtszeit zur Wahl stellen, wie sie dem TV-Sender NBC gegenüber äußerte. In der vergangenen Woche war Cuomo nach zehn Jahren Amtszeit zurückgetreten. Dies geschah genau eine Woche nachdem ihm eine offizielle Untersuchung die sexuelle Belästigung mehrerer Frauen vorgeworfen hatte. Hochul habe nichts von den im Bericht beschriebenen Vorgängen mitbekommen, wie sie NBC gegenüber äußerte.
n-tv.de

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Doku-Reihe über Geschichte aus weiblicher Sicht – „HERstory“ im Ersten: Der Film „HERstory: Lebensgefahr – Frauen und die Medizin“ wirft vor, dass Frauen bei Forschung und Entwicklung nicht mitgedacht werden. Deshalb habe sich die von Männern dominierte Herzmedizin lange Zeit nicht darum gekümmert, dass Frauen bei Herzinfarkten andere Symptome zeigen als Männer. Auch die Dummys, anhand derer die Folgen eines Verkehrsunfalls getestet werden, würden dem Körper eines Durchschnittsmannes entsprechen. Die ARD will mit ihrem Film die vierteilige Doku-Reihe „HERstory“ starten, die „bewusst einseitig Geschichte ausschließlich aus weiblicher Sicht“ erzählen will. Denn „allzu oft und manchmal sogar ausschließlich“ werde Geschichte aus männlicher Sicht überliefert. In der ersten Folge werden drei Beispiele aus der Medizin angeführt. Im Anschluss macht die Reihe zunächst eine längere Pause bis nach der Bundestagswahl und wird am 27. September mit dem „HERstory“-Film „Angriffslust – Frauen, Krieg und Gewalt“ fortgesetzt.
tagesspiegel.de

„Wir brauchen ein Entgelt-Gleichheitsgesetz, das Arbeitgeber verpflichtet, für gleiche Arbeit den gleichen Lohn zu zahlen.“
Grünen-Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock fordert bei einer Podiumsdiskussion zur Frauenpolitik, gegen die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen gesetzlich vorzugehen.
rnd.de

Bildquelle: gruene.de

Demo gegen Abschiebung einer trans Frau aus Äthiopien in Berlin: Am vergangenen Samstag fand in Berlin die Demonstration „Jamila bleibt“ statt. Grund war der abgelehnte Asylantrag von Jamila, die in Äthiopien massiver Gewalt ausgesetzt war und ernstzunehmende Morddrohungen aus dem privaten Umfeld erhalten hat, deren Asylantrag jedoch abgelehnt wurde. Dabei wurde kritisiert, dass das BAMF die Asylanträge queerer Geflüchteter bereits in der Vergangenheit ablehnte.
tagesspiegel.de