KW 30: 40 Prozent Frauen – Britische Finanzaufseher fordern Frauen- und Diversity-Quote, Kampf gegen sexuelle Gewalt im Job – Frauennetzwerk macht Druck auf Arbeitsminister Heil, Meghan Markle will feministische Netflix-Serie für Kinder produzieren

40 Prozent Frauen – Britische Finanzaufseher fordern Frauen- und Diversity-Quote: Die tausend größten Unternehmen an Londons Börsen sollen künftig diverser werden. Die Aufseher fordern 40 Prozent der Posten im Board und mindestens einen der Topjobs in jedem Konzern für Frauen. In den Boardrooms und auf den höchsten Managementebenen der Konzerne solle der bislang zu geringe Anteil von Frauen und Angehörigen nicht-weißer Minderheiten künftig steigen, so die Financial Conduct Authority (FCA). Die FCA fordert, dass in Zukunft 40 Prozent der Aufsichtsratsposten im Board mit Frauen besetzt sein müssen und mindestens ein Posten mit einer Person aus einer ethnischen Minderheit. Zudem soll künftig mindestens einer der Spitzenjobs in den Konzernen von einer Frau besetzt werden. Das Ziel eines Frauenanteils von 33 Prozent in börsennotierten Unternehmen haben die 350 größten Unternehmen in Großbritannien weitgehend erreicht. Die 100 größten Konzerne haben jedoch nicht ihr Ziel erreicht, bis zum Jahr 2021 mindestens einen farbigen Direktor:in in ihren Vorständen zu haben. Ende 2021 werden die FCA-Vorschläge voraussichtlich nach einer öffentlichen Konsultation in Kraft treten. Sie würden konkret 1106 Unternehmen betreffen, die künftig in ihren Jahresberichten auch einheitlich über die Erreichung der Ziele auf der Topebene berichten sollen. Auch ausländische Unternehmen, die in London notiert sind, müssten sich demnach anpassen. Dadurch erhöht sich auch in der Londoner City der regulatorische Druck, mehr für Diversity zu tun. Hierzulande gilt eine Quotenregelung für Aufsichtsräte, wo 30 Prozent der Sitze mit Frauen besetzt sein müssen und seit Kurzem auch für Vorstände. Börsennotierte und mitbestimmte Unternehmen müssen bei einem Vorstand aus mehr als drei Personen eine Stelle mit einer Frau besetzen. Eine erweiterte Diversity-Quote gibt es in Deutschland bisher noch nicht.
manager-magazin.de

Bildquelle: meedia.de

ANZEIGE

Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Kampf gegen sexuelle Gewalt im Job – Frauennetzwerk macht Druck auf Arbeitsminister Heil: Bereits seit zwei Jahren gibt es ein internationales Übereinkommen, was gegen sexualisierte Gewalt am Arbeitsplatz helfen soll. Das dazugehörige Gesetz wurde jedoch in den Europäischen Staaten bis heute nicht verabschiedet. Ein Frauennetzwerk fragt den zuständigen Arbeitsminister Hubertus Heil jetzt: Warum geht Deutschland nicht voran? Laut einer Studie der WHO geben weltweit 818 Millionen Frauen und Mädchen an, dass sie schon einmal am Arbeitsplatz belästigt wurden. Hierzulande berichten 63 Prozent der Frauen und 49 Prozent der Männer, dass sie in der Vergangenheit sexistische Übergriffe wahrgenommen haben oder selbst betroffen waren. Das Frauennetzwerk, angeführt von Initiatorin und Schauspielerin Ursula Karven, fordert die Regierung nun auf zu handeln. Zusammen mit prominenten Unterstützerinnen, wie der Schauspielerin Katja Riemann oder der Unternehmerin Judith Dommermuth, will sie bewirken, dass ein internationales Übereinkommen gegen Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt hierzulande zum Gesetz wird.
focus.de

ANZEIGE

Ihre Botschaft gut hörbar: Podcasts führen Ihren Siegeszug fort und bieten für Unternehmen, Medienhäuser und Privatpersonen eine neue Bandbreite an Möglichkeiten Menschen zu erreichen. In unserem Podcast-Studio in Berlin-Mitte können Sie Ihre eigenen Audio-Formate aufzeichnen. Gerne unterstützen wir Sie von der Konzeption bis zur Postproduktion und dem Vertrieb.
Kommen wir in Kontakt: podcastproduktion.berlin

Meghan Markle will feministische Netflix-Serie für Kinder produzieren: Meghan Markle will künftig als Produzentin an einer Zeichentrickserie arbeiten. Das Format soll eine Art Geschichtsstunde für angehende Feminist:innen werden. Das hat Netflix nun bekannt gegeben. Ihre neue Zeichentrickserie soll nach eigenen Angaben „außergewöhnliche Frauen in der Geschichte feiern“. Die Heldin der Netflix-Show soll ein 12-jähriges Mädchen namens Pearl sein. Für ihr neues Projekt hat sich Markle Unterstützung geholt, David Furnish wird als ausführender Produzent arbeiten. Er ist der Ehemann von Meghan und Harrys engem Freund Elton John. Eine Studie der Universität Rostock hat ergeben, dass 77 Prozent der Hauptfiguren in Kinderserien männlich sind. Die Serien-Helden sind mit tollen Charakterzügen ausgestattet wie zum Beispiel: Mut, Abenteuerlust und Intelligenz. Und die weiblichen Serien-Heldinnen? Wenn es sie überhaupt gibt, haben sie vor allem eine sehr dünne Taille (so dünn, dass die meisten von ihnen laut Expert:innen nicht überlebensfähig wären). Charakterlich stellen sie das komplette Gegenteil dar, sie weinen, fühlen sich schwach und sind auf Hilfe angewiesen. Die Wissenschaftlerin Maya Götz befragte Kinder für eine Studie über Kinderfernsehen, was sie an den Protagonistinnen aus ihren Trickserien am meisten stört. Jungen fanden es doof, dass die weiblichen Figuren so oft „tussige Prinzessinnen“ seien, die immer gerettet werden müssten. Mädchen ärgerten sich hingegen darüber, dass die Trickfiguren „viel zu dünn“ seien und männliche Figuren immer die Hauptrolle spielen würden. Die Kinder haben es schon erkannt, in Kinderserien werden Klischees abgefeuert, die rückständiger sind als die Realität.
elle.de

Sexismus: Entwickler wollen Inhalte von World of Warcraft verändern golem.de
Skandal um Bikini-Hosen: US-Sängerin Pink will Geldstrafe von Norwegens Handballerinnen zahlen welt.de
CSD in Berlin: Einige Teilnehmer:innen homophob attackiert und verletzt berliner-zeitung.de
Terre des Femmes: vergibt zum vierten Mal in Folge den „Zornigen Kaktus“ gegen frauenfeindliche Werbung frauenrechte.de
„Die Dohnal“: Porträt einer österreichischen Feministin deutschlandfunkkultur.de
Urteil zu Memminger Fischertag: Gleichberechtigung siegt über Tradition zdf.de
Ohne Stereotype: Autorin Lena Mohr schreibt genderneutrale Kindergeschichten rnd.de
Frauenproteste in Belarus: „Es müsste mehr berichtet werden“ deutschlandfunkkultur.de

ANZEIGE

Sie lesen diesen Newsletter. Gute Entscheidung! Erreichen Sie Ihre Kunden, Wähler und Stakeholder auch mit einem Newsletter. Trotz der neuen Kommunikationsmöglichkeiten über soziale Netzwerke bleibt der Newsletter das effektivste digitale Marketingtool. Es gibt keinen direkteren Zugang für eine Botschaft zu einem Leser. Wir unterstützen Sie dabei, auch gelesen zu werden. Kontaktieren Sie uns: newsletter@attentionmedia.de

Emma González wurde am 11. November 1999 geboren. Die 21-Jährige ist eine US-amerikanische Aktivistin und Befürworterin von strengeren Waffengesetzen in den Vereinigten Staaten. González überlebte das Schulmassaker von Parkland am 14. Februar 2018 in der Marjory Stoneman Douglas High School (MSD) in Parkland, Florida. Sie erlangte Internationale Bekanntheit, nachdem sie eine engagierte und emotionale Rede bei einer Gedenkveranstaltung in Parkland drei Tage nach dem Amoklauf hielt und diese sich innerhalb kürzester Zeit im Internet verbreitete. Emma González sagte in ihrer Rede unter anderem: „Wenn der Präsident mir ins Gesicht sagt, dass das eine schreckliche Tragödie war (…) und dass man nichts tun kann, frage ich ihn, wie viel Geld er von der National Rifle Association (NRA) bekommen hat. […] Ich weiß es: 30 Millionen Dollar.“ und ebenfalls an die Adresse von US-Präsident Trump und anderer Politiker: „Schämen Sie sich!“ González gründete mit anderen Mitschüler:innen als Reaktion auf die Schießerei, die Organisation Never Again MSD, die für eine stärkere Kontrolle des Schusswaffenbesitzes mit verschärften Waffengesetzen und gegen den politischen Einfluss der NRA in den Vereinigten Staaten eintritt. Bei dem March for our Lives, einem von Never Again MSD angeführten und organisierten internationalen Massenprotest gegen Waffengewalt, trat Emma González am 24. März 2018 mit der letzten Einzelrede der Hauptveranstaltung in Washington, D.C. auf und erinnerte unter Tränen an die Opfer aus der Schule. González trägt den Stuttgarter Friedenspreis 2018, der seit 15 Jahren von „Die AnStifter“ vergeben wird. Mit ihr gemeinsam wird auch die Bewegung gegen Waffengewalt ausgezeichnet. Seit Mai 2021 möchte González nicht mehr mit dem Vornamen Emma, sondern als X angesprochen werden.
de.wikipedia.org

Bildquelle: fastcompany.com

In Bereichen wie Finanzen, Personal und Kommunikation sei Siemens über alle Ebenen hinweg bei einem Frauenanteil von
50

Prozent oder mehr. Im Topmanagement wolle Siemens bis 2025 einen Frauenanteil von 30 Prozent erreichen, das sei eine verbindliche Quote, so Siemens-Personalchefin Judith Wiese.

businessinsider.de

Princess Charming – erste lesbische Datingshow weltweit: Die Datingshow aus Deutschland ist das erste lesbische Format international und dadurch automatisch politisch. Das sagt viel über Queer-Sein im 21. Jahrhundert aus. Ausgelöst hat das Ganze eine Sendung, die normalerweise dem Genre des „Trash-TVs“ zuzuordnen ist. Eine TVNOW-Produktion (RTL), die anschließend auf Vox laufen wird. Queerness wird damit im Mainstream abgebildet. Bereits Prince Charming, die schwule Vorgänger-Version, hat damit gebrochen und Princess Charming geradezu einen obendrauf gesetzt. Die Kandidat:innen fahren mit Pick-Ups zur Villa auf Kreta, rufen „Pussy Power“ und die Regenbogen-Flagge wird gehisst. Am ersten Abend hadert eine Kandidatin mit ihrem Körper und wird von den Umstehenden empowert. Als zwei andere Kandidatinnen körperlich aneinander geraten, müssen sie die Show sofort verlassen. Der Rest sorgt sich, mit solch einem Verhalten als Community in Verbindung gebracht zu werden. Man schreibe hier Geschichte, sagte eine Kandidatin und bezeichnete das Erlebnis als einen Safe Space, eine Art Trainingscamp für den richtigen Umgang mit feministischen und gendergerechten Themen. Princess Charming sei niemals nur lesbisch gewesen. Es gehe in der Sendung nicht nur um ein reines Dating-Format, betont auch Dr. Anike Krämer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zentrum für Gender Studies der Universität Paderborn. Die starke Solidarität der Teilnehmenden stehe statt der Eroberung der „Princess“ im Vordergrund. Im deutschen Fernsehen blieb Queer-Sein bisher ein selten behandeltes Thema. Zumindest nach den Untersuchungen von „Queermdb“, der Queeren Medien-Datenbank für Filme, Serien und Bücher. In der Hauptsendezeit im Jahr 2021 hätten LGBTQIA+-Inhalte nur 0,6 Prozent ausgemacht, insgesamt habe die „Queerfilmquote“ nur bei 2,5 Prozent gelegen. Der respektvolle Umgang und die Freundschaft der Teilnehmenden untereinander war und ist ein starkes Zeichen. „Dass love einfach love ist“, wie auf dem Instagram-Kanal der Show zu lesen ist.
fr.de

ANZEIGE

novalis.tv. – Ob Event-Livestreaming, Reportage, Imagefilm, Talkshow oder Pressekonferenz: Wir lieben Bewegtbild. Unsere erfahrenen Creative Professionals stehen Ihnen bei jeden Videoprojekt als kompetenter Fullservice-Dienstleister zur Seite. Wir finden genau das passende Format für Sie. Sprechen Sie uns einfach an: novalis.tv

Menschenrechte in Ungarn – Große Demonstration für Rechte Nicht-Heterosexueller: Zehntausende haben vergangenen Samstag in Budapest für die Rechte nicht-heterosexueller Menschen (LGBT) demonstriert. Der jährliche Marsch der Organisation „Budapest Pride“ fand dieses Jahr insbesondere vor dem Hintergrund der Politik des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban statt, die sich verstärkt gegen Homosexuelle und andere sexuelle Minderheiten richtet. Aktuell deutet vieles darauf hin, dass dies eines der wichtigsten Wahlkampfthemen wird. Die Organisatoren sprachen von einer Rekordbeteiligung am Pride-Marsch, etwa 30.000 Menschen seien dabei gewesen. Orbans wahrscheinlicher Herausforderer bei der Parlamentswahl im Frühjahr 2022, Gergely Karacsony, rief am Samstagabend zudem zu Toleranz gegenüber sexuellen Minderheiten auf. Alle seien nach dem Bild des Schöpfers erschaffen worden, und obwohl man nicht gleichartig sei, sei man gleichwertig, betonte Karacsony beim Schlussfest der Pride. Der linksliberal-grüne Karacsony ist seit dem Jahr 2019 Bürgermeister von Budapest. In diesem Herbst entscheiden Ungarns Oppositionsparteien, ob sie ihn bei der Parlamentswahl als Orbans Gegenkandidaten unterstützen. Seine Chancen stehen derzeit sehr gut. Kinder dürfen in Ungarn keinen Zugang zu Informationen über nicht-heterosexuelle Lebensformen haben, sei es im Schulunterricht oder über Publikationen. Das regelt ein neues Gesetz, das im Juni beschlossen wurde. Zudem ist Werbung verboten, in der Homosexuelle oder Transsexuelle als Teil der Normalität dargestellt werden. Die EU-Kommission erwägt wegen dieses Gesetzes zudem rechtliche Schritte gegen Ungarn.
zeit.de, rnd.de

„Wir haben lange geschwiegen. Dann haben wir lange darüber geredet. Jetzt wird es Zeit, dass wir etwas tun“

Die Schauspielerin Ursula Karven fordert die Regierung zum Handeln gegen sexuelle Belästigung und Gewalt von Frauen am Arbeitsplatz auf. Sie hat selbst sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt und wünscht sich, dass den Tätern in Zukunft härter und vor allem juristisch entgegengewirkt wird.
focus.de

Bildquelle: imdb.com

Olympia Trainer ohrfeigt seine Athletin – Video kontrovers diskutiert: Wie die deutsche Judoka Martyna Trajdos von ihrem Trainer startklar gemacht wurde, sorgt für große Aufregung. Grund dafür ist eine Szene, die sich vor ihrem Kampf gegen die Ungarin Szofi Özbas ereignet hat. Da wird sie von ihrem Trainer zuerst durchgeschüttelt und anschließend zweimal geohrfeigt. Das entsprechende Video ging viral und die Aktion hinterließ verstörende Kommentare, vor allem von weiblichen Usern. Eine Frau zu schlagen, gehöre sich grundsätzlich nicht, war der Tenor.
sport1.de