KW 36: Erneut Frauen-Proteste gegen Taliban in Afghanistan, US-Regierung verklagt Texas in Streit um neues Abtreibungsgesetz, Europäische Union stoppt Coronahilfen für Polen wegen Anti-LGBT-Politik

Erneut Frauen-Proteste gegen Taliban in Afghanistan: Frauen haben gegen die rein männlich besetzte Übergangsregierung der Taliban demonstriert. Sicherheitskräfte gingen mit Schlägen gegen die Frauen und auch gegen die anwesenden Journalisten vor. Rund 20 Frauen riefen bei der Demonstration im Stadtteil Dascht-e Bartschi im Westen von Kabul: „Ein Kabinett ohne Frauen wird versagen“. Zudem zeigten sie Schilder mit Parolen wie „Arbeit, Bildung, Freiheit“ und „Wieso sieht die Welt stillschweigend zu?“. Bei einem weiteren Protest von Frauen im Stadtteil Kart-e Tschar reagierten die Taliban massiv. Einer schlug mit einer Peitsche mehrfach auf Demonstrantinnen ein, was auf einem Video festgehalten wurde. Mehrere Journalisten der Tageszeitung „Etilatrus“ wurden festgenommen und für rund zwei Stunden festgehalten, wie der Herausgeber der Zeitung auf Twitter postete. Mindestens zwei seien schwer misshandelt worden. Im Gesicht und am Kopf seien Abdrücke von Kabeln und Peitschen zu sehen. Offensichtlich stellten die größten lokalen TV-Sender die Berichterstattung über die seit drei Tagen andauernden Proteste in Kabul ein. Die Taliban hatten am Dienstag eine Gruppe von Reportern und Kameramännern für einige Stunden festgenommen. Auch afghanische Politiker und Oppositionelle kritisierten das von den Taliban aufgestellte Übergangskabinett. Es gäbe darin keine Frauen und religiösen Minderheiten, schrieb die bekannte Frauenrechtlerin Fausi Kufi auf Twitter. Die Nationale Widerstandsfront (NRF), die jüngst in der Provinz Pandschir gegen die Taliban kämpfte, betitelte das neue Kabinett als illegal. Sie rief erneut zum Widerstand gegen die Taliban auf. Internationale Organisationen und andere Länder sollten die Regierung nicht anerkennen.
tagesschau.de, tagesspiegel.de

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Steuern sind und bleiben ein heikles Thema: Im Bundestagswahlkampf werden sie wieder hitzig debattiert! Kommt die große Steuerreform? Gibt es künftig mehr oder weniger Einkommenssteuer? Und was passiert mit der Unternehmenssteuer, der sogenannten „Reichensteuer“ und der Erbschaftssteuer? Der Steuerpolitische-Check gibt einen Einblick in die Steuerpolitik der Parteien und einen Aufschluss für Selbstständige sowie Unternehmen. Die Journalistin Jessica Schwarzer spricht mit dem Geschäftsführer der ETL SteuerRecht GmbH, Dietrich Loll über Einkommenssteuern, Steuern im Bereich Klima und auch soziale Themen wie die Grunderwerbssteuer. Das Experten-Interview von Deutschlands führender Steuerberatungsgruppe nimmt das Thema Steuerpolitik unter die Lupe und gewährt einen interessanten Einblick und Überblick über Steuern in Bezug auf mögliche Koalitionen. youtube.com

US-Regierung verklagt Texas in Streit um neues Abtreibungsgesetz: Der Regierung in Washington nach soll das strenge Abtreibungsrecht in Texas umgehend für ungültig erklärt werden. Justizminister Merrick Garland wirft dem Bundesstaat vor, die verfassungsmäßigen Rechte von Frauen zu beeinträchtigen. Nun hat die US-Regierung den Bundesstaat Texas im Streit um dessen neues und sehr strenges Abtreibungsrecht verklagt. Das Gesetz sei eindeutig verfassungswidrig, sagte Justizminister Merrick Garland über das sogenannte Herzschlag-Gesetz, das einen Schwangerschaftsabbruch ab der sechsten Woche verbietet. Garland verwies zudem auf ein Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 1973, das Abtreibungen legalisiert. Außerdem ließ er verlauten, dass das Justizministerium die Pflicht habe, die Verfassung der Vereinigten Staaten zu verteidigen und die Rechtsstaatlichkeit aufrechtzuerhalten.
faz.net, tagesschau.de, sueddeutsche.de

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Europäische Union stoppt Coronahilfen für Polen wegen Anti-LGBT-Politik: In einigen polnischen Gemeinden gelten Vorschriften, die LGBT-Menschen offen diskriminieren. Brüssel fordert nun deren Aufhebung und friert einen Teil der EU-Coronahilfen für das Mitgliedsland ein. Jetzt droht mehreren polnischen Regionen der Verlust der Mittel aus dem „REACT-EU“-Fonds und deshalb könnten viele Projekte zu ewigen Baustellen werden. REACT-EU steht für „Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe“ (Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas). Der Fonds soll den EU-Staaten helfen, die Folgen der Corona-Krise zu meistern. Mit den Mitteln können Projekte aus der vorangegangenen Haushaltsperiode 2014-2020 zudem aufgestockt werden.
dw.com

Kanzlerin Merkel: „Ja, ich bin Feministin“ dw.com
Frauenrechte in Afghanistan: Taliban verbieten Demonstrationen n-tv.de
Frauenrechte in Russland: „Unsere Staatsmacht bevorzugt die Täter“ faz.net
Frauenpower: Eine Feministin, die alle kennen sollten, Laurie Penny annabelle.ch
Buchpräsentation: 167 Gesichter des Feminismus in Frankfurt fr.de
Filmfestspiele Venedig: Frauenpower und Effektspektakel stuttgarter-nachrichten.de

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Annie Ernaux wurde am 1. September 1940 in Lillebonne, Seine-Maritime geboren und ist eine französische Schriftstellerin. Ihr literarisches Werk ist im Wesentlichen autobiographisch. Ernaux erlebte ihre Kindheit und Jugend in Yvetot in der Normandie. Ihre Eltern waren erst Arbeiter und betrieben später ein kleines Ladengeschäft mit Café. Sie studierte in Rouen und Bordeaux und arbeitete danach als Lehrerin am Gymnasium. 1963 schreibt sie in dem Buch „Das Ereignis“ über ihre illegale Abtreibung. Im Jahr 1974 publizierte Ernaux ihren ersten autobiographischen Roman „Les Armoires vides.“ Ein Jahr später erhielt sie für „La Place“ den Prix Renaudot, einen der fünf großen französischen Literaturpreise. Der 2008 veröffentlichte Roman „Les Années“ (Die Jahre) wurde mit einigen Preisen ausgezeichnet. Ebenfalls 2008 erhielt sie den Prix de la langue française (den ersten Grand Prix der Literatursaison in Frankreich) für ihr Gesamtwerk. Im April 2016 veröffentlichte sie zudem ein weiteres autobiographisches Werk, „Mémoire de fille“ (Erinnerung eines Mädchens), in dem sie sich mit den im Sommer 1958 gemachten ersten sexuellen Erfahrungen und deren lebenslangem Nachklang beschäftigt. Sie schreibt vom „Gedächtnis der Scham“.
de.wikipedia.org, tagblatt.ch

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Der Anteil der Dax-Vorstände ohne Frauen erhöht sich dadurch von
13

Prozent auf 23 Prozent.

Die Index-Erweiterung lässt die Frauenquote in Dax-Vorständen sinken.
manager-magazin.de

Sexismus-Skandal bei Activision Blizzard geht weiter: Die Videospiel-Branche fällt in letzter Zeit nicht mehr nur durch faszinierende Spiele auf, sondern viel mehr durch Skandale im Umgang mit Mitarbeiter:innen. Jetzt ist Activision Blizzard im Fokus des Shitstorms. Das in Santa Monica ansässige Studio wird vom Staat Kalifornien angeklagt. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, seine Mitarbeiterinnen nicht vor sexuellen Übergriffen geschützt und grundsätzlich gegen die Gleichberechtigungsgesetze verstoßen zu haben. Die Vorwürfe kommen nicht von heute auf morgen, denn bereits seit über zwei Jahre gibt es interne Ermittlungen des DFEH bei Activision Blizzard. Dabei wurden verstörende Praxen und Verhaltensweisen der männlichen Mitarbeiter zutage gefördert. Die waren laut DFEH bis in die Führungsetagen bekannt und dennoch wurde nicht angemessen reagiert und es wurde sogar ignoriert. Wenn beispielsweise eine Assistentin unangebracht unter einem Tisch berührt wurde, soll das keinen interessiert haben und Beschwerden über solches Verhalten führten eher zur Bestrafung des Opfers. Den traurigen Abschluss dieser Klage leistet der Vorwurf, dass eine Mitarbeiterin des Unternehmens sich wegen des Mobbings in der Firma bei einer Geschäftsreise das Leben nahm. Jetzt gibt es einen Boykott der Produkte der Firma und auf Social Media melden sich Dutzende Betroffene aus der Videospiel-Industrie zu Wort. Die meisten Beschäftigten scheinen zudem sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt zu haben.
netzpiloten.de

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Australien will Männerteam ausladen – wenn Frauen in Afghanistan nicht Cricket spielen dürfen: Sollte die Taliban-Regierung Frauen nicht erlauben, den Sport auszuüben, will Australien ein geplantes Cricket-Testspiel gegen die afghanische Nationalmannschaft der Männer absagen. Im Medienzeitalter werde es Fotos und Videos geben, die angeschaut würden. Der Islam und das islamische Emirat würden es Frauen nicht erlauben, Cricket zu spielen, oder solche Sportarten auszuüben, bei denen sie entblößt werden, zitierte der australische Fernsehsender SBS den stellvertretenden Leiter der Kulturkommission der Taliban, Ahmadullah Wasiq. Daraufhin teilte Cricket Australia (CA) teilte mit, wenn sich die jüngsten Medienberichte bewahrheiten sollten, hätte Cricket Australia keine andere Wahl, als Afghanistan nicht für das geplante Testspiel in Hobart zu empfangen. Die Förderung des Sports für Frauen sei für den Verband „unglaublich wichtig“, hieß es weiter. Auch Australiens Regierung bezeichnete die Haltung der Taliban als „sehr besorgniserregend“. Man fordere die internationalen Sportbehörden, einschließlich des International Cricket Council (ICC), auf, sich gegen diese entsetzliche Entscheidung auszusprechen, teilte Sportminister Richard Colbeck dem Fernsehsender SBS mit.
spiegel.de

„Gott ist für die Gleichberechtigung“

sagte Priscilla Schwendimann, die erste reformierte Pfarrerin für die LGBTQ-Gemeinde in Zürich.
blick.ch

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Finanzbeamter rief sich stundenlang selbst an, um Arbeitszeit zu schinden: Ein schwedischer Finanzbeamter hat stundenlang seine eigene Telefonnummer angerufen, um sich vor der Arbeit zu drücken. Der 28-Jährige rief sich selbst mit seinem Mobiltelefon an, um keine Anrufe von Kundinnen und Kunden entgegennehmen zu müssen. Das geht aus einem Disziplinarbericht der schwedischen Steuerbehörde hervor. Der Mann habe zwischen dem 10. März und dem 5. Mai 32-mal seinen eigenen Anschluss angerufen. Damit erschien er im System seines Arbeitgebers als besetzt und alle Anrufe wurden an andere Mitarbeiter weitergeleitet. Er habe insgesamt 55 Arbeitsstunden damit füllen können, was sieben Arbeitstagen entspreche. Dem Mann droht nun die Entlassung.
spiegel.de