KW 50: Sind Frauen die besseren Krisenmanager?, Gender-Pay-Gap erstmalig unter 20 Prozent, Forbes-Magazin kürt Kanzlerin Merkel erneut zur mächtigsten Frau der Welt

Sind Frauen die besseren Krisenmanager?: Was haben Island, Taiwan, Deutschland, Neuseeland, Dänemark oder Norwegen gemeinsam? Sie werden von Frauen geführt. Als sich die ersten Anzeichen einer Pandemie in Taiwan verzeichneten, setzte Präsidentin Tsai Ing-Wen bereits im Januar 124 Maßnahmen in Kraft, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Tatsächlich kam es in Taiwan zu keinem Lockdown. Auch Neuseeland gilt als Vorbild des Krisenmanagements in der Corona-Pandemie.  Islands Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdottír hat, verglichen zu anderen Staaten, allen BürgerInnen einen kostenlosen Corona-Test angeboten. Über die tatsächliche Ausbreitung und Sterblichkeitsrate wird das Land daher eine Schlüsselrolle als Fallstudie einnehmen. Frauen zeigen also der Welt, wie Krisenmanagement funktioniert – im Gegensatz zu männlichen autoritäre Staatsführern wie Bolsonaro, Trump und Johnson, die das Virus und seine gesellschaftlichen Folgen nicht unter Kontrolle haben. Kommunikationswissenschaftlerin und Professorin Margreth Lünenborg von der Freien Universität Berlin, beleuchtet seit Jahren, wie deutsche Medien Frauen und besonders Politikerinnen darstellen. Ihrer Ansicht nach sei die Frage, ob Frauen eine bessere Politik machen „gleichermaßen essenziallisierend, dichotom zuschreibend, wie die rosa und hellblauen Papa- und Mamarollen“. Dennoch erkenne sie, dass bei männliche Politik, etwa die im rechtspopulistischen Feld, auf ein sehr starkes „Ich-bin-der-Boss“ setze, wenig Kritikfähigkeit, wenig Reflexivität, und nicht Team-Orientierung sei. Frauen führen im Durchschnitt häufiger kooperativ und prägen tendenziell auch etwas flachere Hierarchien, wie Psychologe und Politologe Moritz Kirchner erklärt.
deutschlandfunkkultur.de, emma.de

Bildquelle: Christina @ wocintechchat.com

ANZEIGE

ETL – Deutschlands führende Steuerberatungsgruppe mit Tipps zum Jahreswechsel: Ein turbulentes Jahr voller Herausforderungen geht zu Ende. Und egal ob Unternehmer, Selbstständige, Arbeitnehmer oder Familien – im neuen Jahr erwarten Sie zahlreiche steuerrechtliche Änderungen. Ob Soli-Wegfall, Wiedereinführung der degressiven AfA, Regelungen zum Investitionsabzugsbetrag oder Steuerrechtliche Fragen im Zusammenhang mit Corona-Hilfen und Home-Office: Mit den Ratschlägen der ETL umgehen Sie potenzielle Fallstricke und lernen Möglichkeiten kennen, zu einem zumindest in steuerlicher Hinsicht versöhnlichen Jahresausklang zu finden.
youtube.com

Gender-Pay-Gap erstmalig unter 20 Prozent: Der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen fiel im Jahr 2019 um 1 Prozentpunkt geringer als 2018 aus. Erstmalig liegt er nun nach revidierten Ergebnissen unter 20 %. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 8. Dezember mit. Dennoch liegt in Deutschland der Gender Pay Gap beachtlich höher als im EU-Durchschnitt. 71 % des Verdienstunterschieds sind strukturbedingt, wie die Ergebnisse zeigen. Im Schnitt verdienten Männer im Jahr 4,37 Euro brutto mehr in der Stunde als Frauen. Weiterhin fällt der unbereinigte Gender Pay Gap, also der durchschnittliche Verdienstvergleich aller Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, in Ostdeutschland deutlich geringer aus als in Westdeutschland. Für Gesamtdeutschland zeige sich über einen längeren Zeitraum betrachtet, ein langsamer, aber stetiger Rückgang, wie die Statistiker erklärten. Dennoch ist ein deutlicher Verdienstunterschied  bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit zu verzeichnen: Der bereinigte, also der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen, blieb seit 2018 bei sechs Prozent unverändert.
faz.net, destatis.de

Forbes-Magazin kürt Kanzlerin Merkel erneut zur mächtigsten Frau der Welt: Das Forbes Magazine hat die 100 mächtigsten Frauen der Welt gekürt. Frauen, die Länder und Gemeinschaften geschickt durch eine der turbulentesten Zeiten der modernen Geschichte gesteuert und damit die ihre Macht und ihre Ressourcen genutzt haben. Allen voran Kanzlerin Angela Merkel. Zum 10. Mal in Folge belegt sie den ersten Platz und steht damit zum 15. Mal auf der Liste. Auf Platz zwei ist Christin Lagarde Präsidentin der Europäischen Zentralbank, gefolgt von US-Vizepräsidentin Kamela Harris. Auch Ursula von der Leyen, EU-Kommissionspräsidentin gehört als Deutsche unter die Top-Five.
business-punk.com, forbes.com

ANZEIGE

European Circle – Europa im Überblick – Erhalten Sie täglich den kompakten Digest zu den wichtigsten europäischen Themen.
european-circle.de

Siemens Finanzchefin Ferraro will mit mehr Diversität das Unternehmen durch die Krise führen: Maria Ferraro ist Chief Financial Officer (CFO) bei Siemens Digital Industries. Seit 2019 ist zusätzlich Chief Diversity Officer (CDO). Siemens hat den Ruf weg ein traditionsreiches aber vor allem altes Unternehmen zu sein. Dies möchte sie ändern. Obwohl mehr als die Hälfte aller Absolventen Frauen seien, säßen trotzdem überwiegend Männer an den entscheidenden Posten, kritisiert Ferraro. Ihr Ziel ist es daher den Anteil von Frauen auf der ersten und zweiten Führungsebene bis zum Jahr 2025 auf 25 Prozent zu erhöhen und bis 2030 auf 30 Prozent. Sollte das Ziel von 25 Prozent erreicht werden, würde sie bestimmt nicht aufhören, bekräftigt Ferraro. Zur Frauenquote sagt sie: „Frauen, die über eine Quote solche Posten bekommen, sind gut, müssen auch arbeiten und sich beweisen. Vielleicht sogar noch mehr als andere!“ Zudem wolle sie auch mehr kulturelle Vielfalt, unterschiedliche Altersstrukturen, Internationalität in den Konzern bringen – unabhängig des Geschlechts.
sueddeutsche.de

„Women in IT“-Award: Jährlich verleith das Women’s IT Network die begehrten WIN-Awards. Zur Wahl standen 83 Kandidatinnen. Die Kategorien lauteten Startup, Youg Leader, Outstanding Diversity Commitment, Digital Transformation, Business Innovation, Technical Innovation, Leadership-Teamleader und Leadership-Executive Manager / CxO. Zu den Gewinnern gehören unter anderem Nora Blum für ihr erfolgreiches Startup-Unternehmen selfapy oder Julia Freudenberg, für ihr „Outstanding Diversity Commitment“ in ihrem Unternehmen Hackerschool. Außerdem Andrea Martin von IBM für ihre innovativen Arbeitsmethoden und ihrem Führungsstil, der das Unternehmen positiv geprägt hat.
cloudcomputing-insider.de

Umfrage: Ungleiche Rollenverteilung in der Pandemie web.de
Brigitte Breisacher zur „Woman of the Year 2020“ gekürt horizont.net
Verbandschefin der „Die jungen Unternehmer“ fordert mehr Frauen auf Toppositionen wiwo.de
Interviews mit erfolgreichen Frauen, die sich in der IT-Branche etabliert haben entwickler.de

Helga Maria Schmid wird neue Generalsekretärin der OSZE: Die deutsche Diplomatin Helga Maria Schmid ist seit September 2016 Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienstes und wurde im Dezember als neue Generalsekretärin der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gewählt. Schmid studierte in München und Paris Anglistik, Romanistik und Literatur sowie Geschichte und Politik. Der damalige Außenminister  Joschka Fischer nannte sie „Tüpfelhyäne“  –  wegen ihrer Hartnäckigkeit. Die aus Bayern stammende Diplomatin war zudem wichtige Unterhändlerin der EU beim Atomabkommen mit Iran – heikle Missionen ist sie damit gewohnt. Neben ihrer Verhandlungsführung gehört Mediation zu ihrer Stärke. Nun muss sie erneut ihre Vermittlungsstärken in einer Organisation unter Beweis stellen, die sichtlich zerstritten: Konflikte in der OSZE-Region wie in der Ukraine, Belarus oder Berg-Karabach machen dies deutlich.
faz.net, sueddeutsche.de

Bild: Helga Maria Schmid auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2020, München, 13.02.2020
Quelle: securityconference.org

Eine Recherche vom Handelsblatt ergab, dass
25 von 160 Dax-Konzerne

von der gesetzlich geplante Frauenquote in Vorständen betroffen wären.
businessinsider.de

Verheerende Lohneinkommensentwicklung bis 2025: Eine im Auftrag der Bertelsmann Stiftung gegebene Prognose-Studie zeigt die drastisch auseinandergehenden Lohneinkommensentwicklung bis 2025 auf. Lohngruppen aus der Pflege oder Einzelhandel können in den nächsten Jahren reale Einkommensverluste drohen, während Beschäftigte mit Spezialwissen, in Branchen mit Tarifbindung und in kapitalintensiven Sektoren am stärksten profitieren. Die Pandemie hat insbesondere das Gastgewerbe und viele private Dienstleistungen schwer getroffen. In diesen Bereichen arbeiten rund elf Prozent aller Beschäftigten – überdurchschnittlich viele Frauen. Diese Branchen bezahlen darüber hinaus insgesamt verhältnismäßig niedrige Löhne. Wegen der wirtschaftlichen Lage dürfte in den kommenden Jahren eine Lohnsteigerung nicht ersichtlich sein. Weiterhin arbeiten Frauen öfter in Teilzeit und verdienen im Schnitt 23.000 Euro, während Männer durchschnittlich auf 37.500 Euro kommen. Laut der Studie wird sich dieser Verdienstunterschied bis 2025 um weitere 1800 Euro vergrößern. Alleinerziehende arbeiten häufig noch weniger, weswegen ihr verfügbares Einkommen um 0,1 Prozent pro Jahr sinken dürfte.
spiegel.de, tagesspiegel.de

Iranische Menschenrechtlerin Nasrin Sotudeh ist wieder im Gefängnis: Die iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh ist, trotz ihres schlechten Gesundheitszustands, wieder im Gefängnis. Die Anweisungen der Ärzte, ihren Hafturlaub um zwei Wochen zu verlängern, habe die Justiz ignoriert. Die Menschenrechtsanwältin sitzt 2018 wegen „staatsfeindlicher Propaganda“ im Gefängnis. Ein Gericht hat sie zu 33 Jahren Haft und 148 Peitschenhieben verurteilt. Sotoudeh engagiert sich für Frauenrechte und setzt sich für die Abschaffung der Todesstrafe im Iran ein. Gemeinsam mit ihrem Ehemann gehören sie zu den renommiertesten Menschenrechtsaktivisten des Landes. Sotudeh hat am 3. Dezember den Alternativen Nobelpreises von der Right-Livelihood-Stiftung erhalten. Dieser Preis demonstriere, dass die Weltöffentlichkeit den offensichtlichen, systematischen und verbreiteten Menschenrechtsverletzungen im Iran Aufmerksamkeit schenke, betont ihr Ehemann zu ihrer Auszeichnung.
tagesschau.de

„Mann und Frau sind nicht gleich und das ist ja auch eigentlich ganz schön, finde ich. Wir sind unterschiedlich, und diese Unterschiedlichkeit gehört eben in jeden Besprechungsraum, in jede Verhandlung, die Politik, in jedes Feld der Gesellschaft.“

Elisabeth Motschmann, medienpolitische Sprecherin der CDU-Bundestagsfraktion.

Bildquelle: elisabeth-motschmann.de

Zalando-Manager Ritter widmet sich künftig den Kindern: Wie Zalando Manager Rubin Ritter am Dienstag bekannt gab, werde er als Vorstandsvorsitzender seine Tätigkeit nach elf Jahren beenden. Er wolle seinem Leben eine neue Richtung geben und sich mehr um seine Familie kümmern. Der Beruf seiner Frau solle künftig Priorität haben. Ritters Frau ist Richterin und erwartet ihr zweites Kind.
business-punk.com